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Was ist wichtig beim Abschluss von Pflegezusatzversicherungen insbesondere bei Pflegetagegeldversicherungen?
Nur ein Prozent der Bundesbürger haben eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen! Die Vorstellung, irgendwann einmal arm und alt im Pflegeheim zu sitzen, schieben die meisten Menschen am liebsten ganz weit von sich weg. Anders lässt es sich jedenfalls kaum erklären, dass gerade mal ein Prozent der Bundesbürger eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen haben. Dabei sind die finanziellen Risiken im Ernstfall erheblich. Den Betroffenen oder ihren Angehörigen können leicht ungedeckte Restkosten von weit mehr als 1000 Euro pro Monat entstehen - und zwar egal ob die Pflege zu Hause erfolgt oder im Heim.
Die Pflegeversicherung kommt nur für einen Teil der Kosten auf. Denn die staatlich organisierte Pflegeversicherung reicht im Ernstfall vorn und hinten nicht. Für eine vollstationäre Pflege in der höchsten Pflegestufe III erhält der Versicherte zum Beispiel maximal 1432 Euro, in Härtefällen bis zu 1688 Euro im Monat. Ein Platz im Heim kostet in Westdeutschland aber durchschnittlich 2821 Euro im Monat, vereinzelt sogar bis zu 3500 Euro. Die Pflegeversicherung kommt also nur für einen Teil der Kosten auf. Den Rest müssen die Betroffenen oder ihre Angehörigen selbst zahlen. Ohne private Zusatzabsicherung ist keine Besserung in Sicht. Das gilt umso mehr, als die Zuzahlung vom Staat künftig eher noch spärlicher ausfallen wird. Denn die gesetzliche Pflegeversicherung wirtschaftet seit Jahren auf Kosten ihrer Rücklagen, die spätestens 2007 aufgebraucht sind. Wer weder dem Sozialamt noch seiner Familie auf der Tasche liegen will und auch kein ausreichend großes Vermögen besitzt, kommt deshalb nicht umhin, mit Hilfe einer freiwilligen Pflegezusatzversicherung für den Ernstfall vorzusorgen. Die Pflegetageldversicherung ist für die meisten Menschen die bessere Wahl, weil sie dem Versicherten mehr Entscheidungsfreiheit lässt. Die aber ist wichtig, denn kaum jemand kann heute schon präzise sagen, wie, wo und von wem er im Ernstfall einmal gepflegt werden möchte.
Tarife mit Dynamik vereinbaren. Damit das Geld auch noch reicht, wenn die Pflegekosten weiter steigen, enthalten Tarife mit "Komfortschutz" zudem eine sogenannte Dynamik. Dann hat der Versicherte die Möglichkeit, den Tagegeldsatz bei Bedarf zu erhöhen, ohne sich einer erneuten Gesundheitsprüfung unterziehen zu müssen. Darüber hinaus sehen die Versicherungsbedingungen keine Karenzzeit zwischen der Feststellung der Pflegebedürftigkeit und dem Einsetzen der Leistungen vor.
Vorsicht bei Billigangeboten. Mit geringeren Leistungen sollten sich Versicherungswillige nicht zufriedengeben. Zwar sind seit Neustem auch verlockend klingende Billigangebote auf dem Markt. Dabei ist aber Vorsicht geboten. Meist sind die Leistungen sehr stark eingeschränkt. So zahlen einige Versicherungen nur, wenn der Kunde Schwerstpflegefall in Pflegestufe III ist. In diese höchste Pflegestufe werden aber gerade mal 13 Prozent von den derzeit rund 1,9 Millionen Pflegebedürftigen eingestuft. Das Gros - knapp eine Million oder 51 Prozent alle Fälle - erhält lediglich Leistungen nach Pflegestufe I, weitere 35 Prozent nach Pflegestufe II. |
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